Gemeinsam gegen Kinderarmut: Impulse zur Landtagswahl 2026 des Netzwerkes gegen Kinderarmut

Im Vorfeld der Landtagswahl am 6. September 2026 hat das Netzwerk gegen Kinderarmut Sachsen-Anhalt eine offene Umfrage gestartet. Ziel war es, zentrale Fragen zu klären: Welche politischen Maßnahmen braucht es, um Kinderarmut wirksam zu verringern? Und wie kann Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen gestärkt werden?
Aus zahlreichen Rückmeldungen aus Praxis, Zivilgesellschaft und Fachöffentlichkeit ist ein umfassender Forderungskatalog entstanden. Dieser formuliert konkrete Handlungsansätze und klare Erwartungen an die Landespolitik
1. Jahrestreffen des Netzwerks gegen Kinderarmut
Beim ersten Jahrestreffen am 17. April 2026 kamen engagierte Vertreter*innen aus Politik, Fachpraxis und Gesellschaft in Magdeburg zusammen, um die Ergebnisse zu diskutieren und gemeinsam weiterzuentwickeln. Auch unsere Vorständin Anna Manser brachte sich als Teil des Sprecherinnenkreises des Netzwerkes aktiv in die Gespräche ein.

Der Wahl-Dialog: Parteien im Austausch
Ein zentraler Programmpunkt war der Wahl-Dialog mit Vertreter*innen verschiedener Parteien. Teilgenommen haben:
- Tobias Krull (CDU, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Evangelische Jugendhilfe)
- Dr. Katja Pähle (SPD)
- Eva von Angern (DIE LINKE)
- Susann Sziborra-Seidlitz (Bündnis 90/Die Grünen)
- Konstantin Pott (FDP)
Die Moderation übernahm Doreen Jonas (MDR).
Der Dialog diente dazu, im Vorfeld der Wahl sichtbar zu machen:
- welche konkreten Maßnahmen die Parteien zur Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut planen
- inwiefern sie die Forderungen des Netzwerks aufgreifen und politisch umsetzen wollen
Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach Verbindlichkeit: Welche konkreten Schritte werden in der kommenden Legislaturperiode tatsächlich umgesetzt?

Fachlicher Austausch, neue Impulse und klare Erwartungen
Am Nachmittag rückte das Thema Kinderschutz in den Fokus. Berit Mühl vom Deutschen Kinderschutzbund stellte aktuelle Herausforderungen und Perspektiven vor. Zudem wurde das neue Zentrum für Kinderschutz Sachsen-Anhalt präsentiert.
Der erarbeitete Forderungskatalog wurde im Rahmen des Netzwerktreffens an Vertreter*innen der Regierungskoalition übergeben – verbunden mit der klaren Erwartung, die Inhalte im zukünftigen Koalitionsvertrag zu berücksichtigen.
Zehn zentrale Forderungen stehen dabei besonders im Fokus. Sie zeigen, wo dringend gehandelt werden muss, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und echte Chancengleichheit zu schaffen.

Ein starkes Netzwerk für starke Kinder
Das Netzwerk gegen Kinderarmut wurde 2017 in Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Kräfte von Zivilgesellschaft, Kirchen, Politik und Wissenschaft im Kampf gegen Kinderarmut zu bündeln. Es setzt sich dafür ein, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Chancengleichheit für alle Kinder im Bundesland zu fördern. Voraussetzung dafür ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens, auf dessen Basis konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt und gemeinsam mit verantwortlichen Akteuren sowie Institutionen auf verschiedenen politischen Ebenen umgesetzt werden.














