Staatssekretärin Susi Möbbeck würdigt Arbeit des PSZ und überreicht Förderbescheide 2026

17.06.2026

Am 16.06.2026 besuchte Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung Sachsen-Anhalt, das Psychosoziale Zentrum für Migrant*innen in Sachsen-Anhalt (PSZ) am Standort Magdeburg und überreichte die Zuwendungsbescheide für das Förderjahr 2026. Gemeinsam mit Referatsleiter Björn Malycha informierte sie sich in einer offenen Gesprächsrunde über die aktuelle Arbeit des PSZ.

Dabei berichteten die Bereichsleiterinnen der Migrationsarbeit, Tatiana Katcheishvili und Sarah Baginski, Projektleiter Martin Kampa, die Standortleiterin des PSZ Magdeburg, Saadet Ismayil, sowie der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Evangelische Jugendhilfe, Mike Keune, aus ihrer täglichen Praxis. Im direkten Austausch wurden zudem aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Arbeit mit den Klient*innen des PSZ thematisiert. Dabei standen insbesondere die teils langen Wartezeiten auf psychotherapeutische Behandlungsangebote sowie der anhaltende Fachkräftemangel im Fokus.

Gleichzeitig wurden auch positive Entwicklungen hervorgehoben, etwa die Bereitschaft von niedergelassenen Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen, Klient*innen des PSZ in die weitere Behandlung zu übernehmen, sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Dolmetscher*innen, die einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Betroffenen leistet.

Staatssekretärin Susi Möbbeck hob im Gespräch die Bedeutung der Arbeit des PSZ-Teams hervor. Sie betonte, dass psychosoziale Gesundheit eine grundlegende Voraussetzung dafür sei, dass Menschen in ihrer neuen Heimat Fuß fassen und sich erfolgreich integrieren können. Insbesondere Kriegsflüchtlinge hätten häufig schwerwiegende traumatische Erfahrungen gemacht und seien daher auf spezialisierte Unterstützung angewiesen.

Das PSZ begleite Schutzsuchende bereits seit zwanzig Jahren bei der Bewältigung dieser Belastungen und helfe ihnen dabei, neue Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln. Für viele Betroffene seien die Mitarbeitenden des Zentrums zu einer wichtigen und verlässlichen Unterstützung geworden. Darüber hinaus sei das PSZ ein bedeutender Partner der Landesregierung bei der Betreuung und Versorgung psychisch erkrankter Geflüchteter und werde diese Rolle auch weiterhin einnehmen.

„Wir wissen das hier im PSZ hochmotivierte Leute arbeiten – vielen Dank dafür!“

– Susi Möbbeck, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung –

Im Rahmen ihres Besuchs überreichte Staatssekretärin Susi Möbbeck dem PSZ zwei Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 510.000 Euro. Die zentrale Finanzierung des Zentrums erfolgt darüber hinaus durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union eine Förderung in Höhe von 585.000 Euro bereitstellt.

Insgesamt unterstreicht der Besuch die hohe Bedeutung des PSZ Sachsen-Anhalt für die psychosoziale Versorgung geflüchteter Menschen im Bundesland. Die Unterstützung durch die Landesregierung stärkt die kontinuierliche und engagierte Arbeit des Zentrums und setzt ein klares Zeichen für die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

Über das PSZ Sachsen-Anhalt

Das Psychosoziale Zentrum für Migrant*innen Sachsen-Anhalt (PSZ) ist die einzige spezialisierte Einrichtung im Bundesland für psychotherapeutische Behandlungen von geflüchteten Menschen. Seit seiner Gründung 2006 bietet es an den Standorten Halle (Saale), Magdeburg und Stendal Psychotherapie, Sozialberatung und Asylverfahrensberatung mit Sprach- und Kulturmittlung an. Träger ist die St. Johannis GmbH, eine Tochtergesellschaft der Stiftung Evangelische Jugendhilfe.

Informationen & Kontakt
www.psz-sachsen-anhalt.de