Vom ersten Beat zum eigenen Song: „Music and Beats“ an der Stiftungsförderschule

20.08.2026

Ein eigener Beat, selbst geschriebene Texte und am Ende ein gemeinsam produzierter Song: Beim dreitägigen Musikprojekt „Music and Beats“ wurden Schüler*innen der Stiftungsförderschule Friederike zu Anhalt selbst kreativ. Unter dem Bandnamen „Skibidi Sigma“ entstand der Song „Hook-Versicherung“.

Initiiert und betreut wurde das Projekt von Frau Föllner, Schulsozialarbeiterin der Stiftung Evangelische Jugendhilfe an der Stiftungsförderschule. Sie beantragte „Music and Beats“ als bildungsbezogenes Angebot im Salzlandkreis bei der Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“. Das Projekt wurde von der Netzwerkstelle bewilligt und gefördert.

Hip-Hop-Kultur kennenlernen und selbst gestalten

Das Musikprojekt richtete sich an musikinteressierte Schüler*innen der 7., 8. und 9. Klassen und fand im Rahmen des Sozialen Trainings statt. Umgesetzt wurde es gemeinsam mit den Leipziger Hip-Hop-Künstler*innen Mrs. Rose und Jazzy Q., die eigene Songs schreiben und veröffentlichen. Mrs. Rose bietet zudem regelmäßig mehrtägige Ferienworkshops im Leipziger Pöge-Haus an.

Zum Auftakt erhielten die Teilnehmer*innen einen Einblick in die verschiedenen Elemente der Hip-Hop-Kultur – von Rap und DJing über Breakdance bis hin zu Graffiti. Anschließend lernten sie musikalische Grundlagen, die benötigte Hard- und Software sowie verschiedene Instrumente kennen.

Je nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten teilten sich die Schüler*innen in zwei Gruppen auf: Während die eine Gruppe erste Texte entwickelte, arbeitete die andere am Instrumental für den gemeinsamen Song.

Reime, Rhythmen und eigene Ideen

Am zweiten Projekttag standen Reimtechniken, Wortspiele und kreatives Schreiben im Mittelpunkt. In einer Schreibwerkstatt entwickelten die Jugendlichen mit Unterstützung ihre eigenen Textzeilen. Gleichzeitig entstand mithilfe von Percussions, Drums, Samples und weiteren Instrumenten das passende Hip-Hop-Instrumental.

Danach ging es an die ersten Einzelaufnahmen der Vocals. Dabei konnten die Schüler*innen erleben, wie aus vielen Ideen, Klängen und Stimmen Schritt für Schritt ein gemeinsamer Song entsteht.

„Skibidi Sigma“ nimmt den Song „Hook-Versicherung“ auf

Am letzten Projekttag wurden weitere Vocals aufgenommen und gemeinsam der Refrain eingesungen. Auch Klassenlehrerin Frau Wodarzcak und Pädagogische Mitarbeiterin Frau Linsert-Kaiser unterstützten die jungen Musiker*innen mit ihren Stimmen.

Das Ergebnis kann sich hören lassen: Unter dem selbst gewählten Bandnamen „Skibidi Sigma“ entstand der Song „Hook-Versicherung“. Zum Abschluss hörten sich alle Beteiligten das fertige Stück gemeinsam an und ließen die drei kreativen Projekttage bei einer Karaoke-Runde ausklingen.

Musik als gemeinschaftliche Erfahrung

Bei „Music and Beats“ ging es um weit mehr als die Produktion eines Songs. Das gemeinsame Arbeiten förderte die Team- und Kommunikationsfähigkeit der Jugendlichen und stärkte das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Gruppe. Gleichzeitig konnten die Schüler*innen eigene Fähigkeiten entdecken, ihre Ideen einbringen und erleben, wie wertvoll ihr persönlicher Beitrag für ein gemeinsames Ergebnis ist.

So unterstützte das Projekt auch die Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion und trug dazu bei, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl aufzubauen.

Begleitet wurde das Projekt neben Schulsozialarbeiterin Frau Föllner von den Klassenlehrer*innen Frau Wodarzcak und Herrn Zinke sowie den pädagogischen Mitarbeiter*innen Frau Linsert-Kaiser und Herrn Graßhoff.

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Über die Stiftungsförderschule Friederike zu Anhalt

Die Stiftungsförderschule Friederike zu Anhalt ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung in Trägerschaft der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis. Seit 1996 begleitet sie Kinder und Jugendliche dabei, Vertrauen in sich selbst und andere zu entwickeln, Lernmotivation zu entdecken und neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Kleine Klassen, individuelle Lernmethoden, praxisorientierter Unterricht und eine gezielte Berufsorientierung ermöglichen eine gemeinschaftliche, inklusive und individuelle Förderung. Ziel ist es, die Schüler*innen auf ihrem persönlichen Bildungsweg zu begleiten – von der möglichen Rückführung in die Regelschule bis zur Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss.